MagazinKollagen für die Haare: Was Studien zum Haarwachstum zeigen
Kollagen für die Haare: Was Studien zum Haarwachstum zeigen
Hilft Kollagen den Haaren und ihrem Wachstum? Was Studien am Menschen gezeigt haben, warum das Haar nicht aus Kollagen besteht, was die Haare aus der Ernährung brauchen und wann Sie Haarausfall ärztlich abklären lassen sollten.

Kurze Antwort: Kollagen macht die Haare nicht auf wundersame Weise dichter, aber die ersten Studien am Menschen sind interessant. In einer placebokontrollierten Studie mit 114 Frauen vergrößerte sich nach 24 Wochen Einnahme niedermolekularer Fischkollagenpeptide der Haardurchmesser (Hwang et al., 2026). Bisher gibt es aber nur wenige Studien, und oft wurden Kombinationspräparate untersucht. Das Haar besteht zudem nicht aus Kollagen, deshalb kommt es auch auf Ernährung, Gesundheit und Geduld an: Das Ergebnis sollten Sie erst nach einigen Monaten beurteilen.
Woraus das Haar besteht und welche Rolle Kollagen dabei spielt
Die Haarfaser besteht aus Keratin, nicht aus Kollagen. Das Keratin der Haare ist reich an der Aminosäure Cystein, die im Kollagen nur in Spuren vorkommt. Kollagen ist also nicht der direkte Baustoff des Haares, wie oft zu lesen ist. Kollagen ist aber das wichtigste Protein der Haut, in der die Haarfollikel sitzen, und die bindegewebige Hülle des Follikels besteht zu einem großen Teil daraus. Die Forschung fragt deshalb, ob Kollagenpeptide aus der Nahrung die Umgebung beeinflussen können, in der das Haar wächst.
Was Studien am Menschen gezeigt haben
| Studie | Was eingenommen wurde | Ergebnis | Was zu beachten ist |
|---|---|---|---|
| Hwang et al., 2026 | 1.000 mg niedermolekulare Fischkollagenpeptide täglich über 24 Wochen, 114 Frauen zwischen 20 und 50 Jahren mit dünner werdendem Haar | Im Vergleich zu Placebo vergrößerte sich der Haardurchmesser | Ein bestimmter Rohstoff, das Ergebnis lässt sich nicht automatisch auf jedes Kollagen übertragen |
| Reilly et al., 2024 | Nahrungsergänzungsmittel mit hydrolysiertem Kollagen und Vitamin C über 12 Wochen | Bessere Bewertung des Aussehens der Haare, die Zunahme der Haarzahl war statistisch nicht signifikant | Kombinationspräparat, der Effekt lässt sich nicht allein dem Kollagen zuschreiben |
| Milani et al., 2023 | Tablette mit 300 mg Fischkollagen, Aminosäuren, Eisen und Selen zusätzlich zur Behandlung, 12 Wochen | Bessere Gesamtbewertung als mit der Behandlung allein | Ergänzung zur Behandlung bei Menschen mit diagnostiziertem Haarausfall |
Zusammengefasst: Kollagen ist für die Haare eine interessante Forschungsrichtung, keine bewährte Behandlung. Wer Ihnen dichteres Haar in wenigen Wochen verspricht, verspricht mehr, als die Studien gezeigt haben.
Nach welcher Zeit sich eine Veränderung beurteilen lässt
Haare wachsen langsam, und die Studien oben werteten die Ergebnisse nach 12 bis 24 Wochen aus. Vor drei Monaten regelmäßiger Einnahme ist es nicht sinnvoll, das Ergebnis zu beurteilen. Am besten anhand von Fotos, die bei gleichem Licht und aus demselben Winkel aufgenommen wurden. Das Gefühl beim Kämmen täuscht.
Was die Haare aus der Ernährung brauchen
Für das Haarwachstum sind ausreichend Eiweiß im Essen und Mikronährstoffe wichtig. Die Übersichtsarbeit von Almohanna et al. (2019) fasst zusammen, dass ein Mangel an Eisen, Zink, Vitamin D und weiteren Stoffen mit Haarausfall zusammenhängen kann und dass eine Ergänzung vor allem dort sinnvoll ist, wo tatsächlich ein Mangel besteht.
In der EU gibt es für Biotin, Zink und Selen eine zugelassene Angabe: Sie tragen zur Erhaltung normaler Haare bei (Verordnung (EU) Nr. 432/2012). collalloc kolagen enthält sie nicht, in einer abwechslungsreichen Ernährung finden Sie sie aber: in Eiern, Fleisch, Fisch, Nüssen, Hülsenfrüchten und Vollkornbrot.
Kollagen im Shampoo oder zum Einnehmen?
Kollagen in Shampoos und Spülungen bleibt auf der Oberfläche des Haares. Es kann das Haar vorübergehend glätten und ihm Glanz geben, in den Haarfollikel gelangt es aber nicht. Die Studien in der Tabelle oben haben Kollagen zum Einnehmen untersucht.
Wann Sie Haarausfall ärztlich abklären lassen sollten
Verstärkter Haarausfall tritt oft 3 bis 4 Monate nach einer Belastung für den Körper auf, zum Beispiel nach einer Geburt, einer Erkrankung mit Fieber, starkem Gewichtsverlust oder Stress. Fachlich heißt das telogenes Effluvium (Malkud, 2015). Oft klingt es mit der Zeit ab, die Ursache sollte aber abgeklärt werden. Haarausfall nach der Geburt besprechen wir auch im Artikel Kollagen in Schwangerschaft und Stillzeit.
Gehen Sie zur Ärztin, zum Arzt oder in eine hautärztliche Praxis, wenn die Haare länger als ein paar Monate stark ausfallen, kahle Stellen entstehen, die Kopfhaut juckt oder gerötet ist oder Sie weitere Beschwerden haben, etwa Müdigkeit oder Gewichtsveränderungen. Ärztlich lassen sich zum Beispiel der Eisenwert oder die Schilddrüse überprüfen.
So nehmen Sie Kollagen ein, wenn Sie es ausprobieren möchten
- Jeden Tag. Eine Portion laut Packung, bei collalloc ein Sachet (3,3 g).
- In ein kaltes oder lauwarmes Getränk, höchstens 60 °C. In Wasser, Saft, Milch oder einen Smoothie.
- Mindestens drei Monate. Erst dann ist es sinnvoll, Fotos zu vergleichen.
- Zusammen mit einer abwechslungsreichen Ernährung. Kollagen ersetzt weder Eiweiß noch Mikronährstoffe aus dem Essen.
Wie wir es bei collalloc halten
collalloc kolagen ist hydrolysiertes Meereskollagen mit einem Molekulargewicht von rund 500 Da, ohne Süßungsmittel, Farbstoffe und Aromen. Wer nichts anrühren möchte, kann zum flüssigen NANO 2.0 mit Vitamin C greifen. Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei. Einen Überblick über Kollagen für die Haare und seine Einnahme finden Sie auf der Seite Kollagen für die Haare, allgemeine Tipps zur Einnahme im Artikel Kollagen richtig einnehmen.
Häufige Fragen
Hilft Kollagen beim Haarwachstum?
Die Belege sind bisher begrenzt. In einer placebokontrollierten Studie mit 114 Frauen vergrößerte sich nach 24 Wochen Einnahme von Fischkollagenpeptiden der Haardurchmesser (Hwang et al., 2026). Es geht aber um einen bestimmten Rohstoff und um wenige Studien.
Nach welcher Zeit lassen sich Ergebnisse an den Haaren beurteilen?
Studien zu Kollagen und Haaren werteten die Ergebnisse nach 12 bis 24 Wochen aus. Vor drei Monaten regelmäßiger Einnahme ist es nicht sinnvoll, das Ergebnis zu beurteilen.
Besteht das Haar aus Kollagen?
Nein. Die Haarfaser besteht aus Keratin. Kollagen ist das wichtigste Protein der Haut, in der die Haarfollikel sitzen.
Hilft ein Kollagen-Shampoo?
Kollagen im Shampoo bleibt auf der Oberfläche des Haares und kann es vorübergehend glätten. In den Haarfollikel gelangt es nicht.
Ist für die Haare flüssiges oder pulverförmiges Kollagen besser?
Entscheidend sind Dosis, Regelmäßigkeit und die Qualität des Rohstoffs, nicht die Form. Einen starken Beleg, dass flüssiges Kollagen bei den Haaren besser abschneidet, gibt es nicht.
Wann sollte ich mit Haarausfall zur Ärztin oder zum Arzt?
Lassen Sie Haarausfall ärztlich abklären, wenn die Haare länger als ein paar Monate stark ausfallen, kahle Stellen entstehen, die Kopfhaut juckt oder gerötet ist oder Sie weitere Beschwerden haben. Ärztlich lassen sich zum Beispiel der Eisenwert oder die Schilddrüse überprüfen.
Quellen
- Low-Molecular-Weight Collagen Peptide Supplementation Improves Cellulite Severity, Skin Elasticity, and Hair Shaft Diameter: A Clinical Study with Pharmacokinetic Evaluation Hwang S., Won J., Kim S., Kang W., Park M., Journal of Medicinal Food, 2026
- A Clinical Trial Shows Improvement in Skin Collagen, Hydration, Elasticity, Wrinkles, Scalp, and Hair Condition following 12-Week Oral Intake of a Supplement Containing Hydrolysed Collagen Reilly D. M., Kynaston L., Naseem S., Proudman E., Laceby D., Dermatology Research and Practice, 2024
- Efficacy and tolerability of an oral supplement containing amino acids, iron, selenium, and marine hydrolyzed collagen in subjects with hair loss Milani M., Colombo F., Skin Research and Technology, 2023
- The Role of Vitamins and Minerals in Hair Loss: A Review Almohanna H. M., Ahmed A. A., Tsatalis J. P., Tosti A., Dermatology and Therapy, 2019
- Telogen Effluvium: A Review Malkud S., Journal of Clinical and Diagnostic Research, 2015
- Commission Regulation (EU) No 432/2012 establishing a list of permitted health claims made on foods European Commission, Official Journal of the European Union, 2012





