MagazinVitalpilze und Immunsystem: die Forschung zu Beta-Glucanen

2 Min. Lesezeit · Veröffentlicht: 18. Dezember 2025

Vitalpilze und Immunsystem: die Forschung zu Beta-Glucanen

Von: Záviš Lacina, Gründer von collalloc

Beta-Glucane aus Pilzen sind ein Thema der Immunforschung. Was die Studien dazu konkret untersuchen, was offen ist und warum daraus kein Wirkversprechen folgt.

Vitalpilze und Immunsystem: die Forschung zu Beta-Glucanen

Was Beta-Glucane sind und warum sie die Forschung interessieren

Beta-Glucane sind Polysaccharide, also lange Zuckerketten, die in den Zellwänden von Vitalpilzen vorkommen. Sie sind weder ein Vitamin noch ein Mineralstoff, sondern Strukturfasern. Die Forschung interessiert sich für sie, weil sie mit Rezeptoren von Immunzellen in Kontakt treten.

Der wichtigste Rezeptor heißt Dectin-1. Er sitzt auf Makrophagen und dendritischen Zellen, die zum angeborenen Immunsystem gehören. Laut einer Studie aus dem Jahr 2024 (International Journal of Medicinal Mushrooms) sprechen Beta-Glucane aus Cordyceps militaris genau diesen Dectin-1-Signalweg an. Der Mechanismus zeigte sich bei verschiedenen Pilzarten ähnlich.

Trainierte Immunität: ein Gedächtnis der angeborenen Abwehr?

Eine Forschungsarbeit in der Fachzeitschrift Frontiers in Nutrition (2024) beschreibt, dass Beta-Glucane aus Pilzen eine sogenannte trainierte Immunität auslösen können, eine Art Gedächtnis von Zellen des angeborenen Immunsystems. Makrophagen „merken sich“ demnach den Kontakt mit Beta-Glucanen und reagieren auf spätere Reize schneller und effizienter.

Wissenschaftlich ist das spannend: Das angeborene Immunsystem galt lange als „blind“, ohne Gedächtnis, rein reaktiv. Die Forschung zu Beta-Glucanen stellt diese Annahme infrage. Was das im Alltag für den einzelnen Menschen bedeutet, ist damit noch nicht gesagt.

Welcher Pilz enthält die meisten Beta-Glucane?

  • Schmetterlingstramete (Turkey Tail, Trametes versicolor): enthält laut chemischer Analyse bis zu 60,79 % Beta-Glucane, den höchsten Gehalt unter den handelsüblichen Pilzen.
  • Maitake (Klapperschwamm, Grifola frondosa): Seine Beta-Glucan-Fraktion, die sogenannte D-Fraktion, gehört zu den am besten untersuchten Pilzinhaltsstoffen in der Immunforschung. Studien untersuchen, wie sie Makrophagen, NK-Zellen (natürliche Killerzellen) und dendritische Zellen des angeborenen Immunsystems anspricht. Erforscht wird auch ihr Zusammenhang mit dem Glukosestoffwechsel.
  • Lion's Mane (Igelstachelbart) und Cordyceps: Beide enthalten Beta-1,3- und Beta-1,6-Glucane, die ebenfalls Gegenstand der Forschung sind.

„Beta-Glucane werden in der Forschung nicht als Immun-Booster beschrieben, sondern eher als Trainingsreiz für Immunzellen. Was davon beim Menschen im Alltag ankommt, ist offen.“

Was das für Sie praktisch bedeutet

  • Studien zu Beta-Glucanen werten ihre Ergebnisse nach 4 bis 12 Wochen aus, nicht nach 3 Tagen.
  • Die Produktqualität ist entscheidend. Beta-Glucane stecken vor allem in den Fruchtkörpern, nicht im Myzel, das auf Getreide gezüchtet wird. Prüfen Sie, was auf dem Etikett steht.
  • Vitalpilze sind keine Medikamente und keine Antibiotika. Sie behandeln keine akuten Infekte und ersetzen keine ärztliche Behandlung.

Wie man Vitalpilze kombinieren kann, erklärt unser Ratgeber zum Kombinieren von Vitalpilzen. In collalloc MIND stecken Lion's Mane, Cordyceps, Chaga und Maitake, von jedem 600 mg pro Tagesportion.

Häufige Fragen

Was haben Vitalpilze mit dem Immunsystem zu tun?

Die Forschung konzentriert sich auf Beta-Glucane, Polysaccharide aus den Zellwänden der Pilze. In Studien sprechen sie den Rezeptor Dectin-1 auf Immunzellen an und werden mit der sogenannten trainierten Immunität in Verbindung gebracht, einer Art Gedächtnis des angeborenen Immunsystems. Ein Wirkversprechen leiten wir daraus nicht ab.

Welcher Pilz hat die meisten Beta-Glucane?

Die meisten Beta-Glucane enthält die Schmetterlingstramete (Turkey Tail), laut chemischer Analyse bis zu 60,79 %. Maitake hat eine der am besten untersuchten Beta-Glucan-Fraktionen (die D-Fraktion), Lion's Mane und Cordyceps enthalten Beta-1,3- und Beta-1,6-Glucane.

Behandeln Vitalpilze Infekte?

Nein. Vitalpilze sind keine Medikamente und keine Antibiotika, sie behandeln keine Infekte. Bei einem Infekt gehört die Behandlung in ärztliche Hände.

Produkte

Passt dazu

collalloc MIND, Dose mit Kapseln und den vier Vitalpilzen

Vitalpilze

collalloc MIND

32,00 €
1,07 € / Portion
Grundpreis: 444,44 € / kg
inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
1
← Alle Artikel